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BESUCH BEI DEN "MALOKAS" DER "MARUBO" UND "MAYORUNA" WOHNGEMEINSCHAFTEN
  • Die Besuche bei den "Marubo" und/oder "Mayoruna" indigenen "Malokas" sind freiwillig, die Reserva Natural Palmari empfiehlt sie seid Anfang des Jahres 2.010 nicht mehr, raet nun sogar davon ab und weisst jegliche Verantwortung im Falle von Beanstandungen oder Beschwerden seitens unserer Besucher von sich.
  • Seid ueber 15 Jahren und bis 2.009 hat die Reserva Natural Palmari diese 2 "Malokas" sogar mit Spenden in Bezug auf Stoffe fuer die Erstellung derer typischen Trachten, Messer und Macheten, Spielzeug fuer Kinder, Fischzeug u. a. Utensilien bestueckt. In langen Gespraechen mit Personal der Reserva Natural Palmari, sowie durch vorgeschlagene Proyekte und Hilfsdarbietungen ueber das Instituto de Desenvolvimento Socioambiental do Vale do Javari wurde immer wieder die Wichtigkeit der Einhaltung der Traditionen, Lebensform und eigener Identitaet betont. Es wurden konstant Wege vorgeschlagen um einerseits unseren Besuchern ein reelles, unverformtes Bild ohne zirkusaenliche Vorstellungen zu zeigen und andererseits den Stammesmitgliedern respektvoll zu begnenen, deren indigene Identitaet und Lebensmodus zu bewahren und ihre Lebensqualitaet unveraendert zu verbessern.
  • Die neue, rein wirtschaftliche Einstellung, sowie die ueberzogene Dienstleistungskalkulation und fast schon agressive Geldeintreibung erinnert immer mehr an westliche, rein oekonomische Inkassobetriebe, sodass die Reserva Natural Palmari letztendlich beschlosen hat neue Wege zu suchen und fuer unsere Kunden optimalere Moeglichkeiten fuer diese Art von Unternehmungen in hoffentlich naher Zukunft, zu gestalten
  • Die Reserva Natural Palmari stellt unseren Besuchern, welche an diesem Besuch interessiert sind, einen zugeteilten Fuehrer als Begleit- und Koordinationsleiter fuer diesen Tag kostenlos zur Verfuegung.
  • Der Flusstransport ab der Reserva Natural Palmari bis zur Ortschaft Atalaia do Norte und zurueck zur Reserva Natural Palmari per Flussboot wird von der Reserva Natural Palmari zur Verfuegung gestellt und mit COP $ 90.000.- / BRR 90.- / USD$ 45.- / EUR 30.- pro Bootspassagier berechnet, Zahlung, welche vor Abfahrt aus dem Besucherzentrum der Reserva Natural Palmari an unseren Besucherzentrumsadministrator in bar bezahlt werden muss.
  • Der Inlandtransport (per Motorrad-Taxis, PWK-Taxis, VW-Kleinbusse oder Kleinlastkraftwagen) ab der Ortschaft Atalaia do Norte zu den betr. "Maloka(s)" und zurueck laeuft auch zu Lasten des Besuchers, muss mit dem jeweiligen Fahrer des betr. Transportmittels verhandelt und an ihn bezahlt werden und belaeuft sich auf zirka COP $ 25.000.- pro Passagier; die Reserva Natural Palmari kann diese Werte nicht garantieren, welche je nach Zeitverlauf, Wetterkonditionen und Laune der betr. Fahrer varieren koennen; die Strasse, welche ab der Ortschaft Atalaia do Norte zu den "Maloka(s)" fuehrt, ist asphaltiert; bei Regen besteht Rutschgefahr und der Transport wird mittels o. g. Transportmedien, welche meist in relativ schlechten mechanischen Zustaenden sind, geleistet; andernfalls ereicht man die "Maloka(s)" zu Fuss, doch die Entfernung ist reichlich.
  • Diese "Marubo" und "Mayoruna" indigene Gemeinschaften, zum Grossteil wohl dadurch bedingt, dass sie zwischen den Ortschaften von Atalaia do Norte und Benjamin Consant liegen, sehen sich mit den Lebensbedingungen der modernen Welt des "weissen Mannes" konfrontiert und werden von dieser Entwicklung Tag-fuer-Tag weiter eingeholt und absorbiert; obwohl die "Marubo" und "Mayoruna" Wohngemeinschaften behaupten, dass sie ihre stammeseigenen Gewohnheiten, Kultur und sozial-politische Lebensaspekte verteidigen und halten, kann dies leider nicht nachvollzogen werden und ueber die Jahre zeigt sich der konstante und unaufhaltsame Zerfall ihrer indigenen Identitaet als "Marubo" oder "Mayoruna" Stammesmitglieder.
  • Vergleichsweise mit den hinter Leticia (auf der sog. "Los Kilometros" Wegstrecke) angesiedelten "Malokas" verschiedener Mischkulturen zwischen kolumbianischen Siedlern und "Uitoto", "Tikuna" u. a. frueheren Stammesmitgliedern, haben die basilianischen "Marubo" und "Mayoruna" zumindest noch nicht die aufgedraengten Tourismuserwartungen eines Zirkusshows durch verfaelschte Verkleidung, Tanz und Gesangsvorstellungen in ihr Vorzeigeprogramm integriert, was somit, zumindest in Bezug auf die "Marubo" und "Mayoruna" indigenen Stammesgemeinschaften, noch eine relativ reelle Lebensdarstellung bietet.
  • Der Eintritt in die betr. "Malokas" kostet Geld (zirka COP $ 20.000.- / BRR 20.- pro Besucher), das Photographieren kostet Geld (zirka COP $ 10.000.- / BRR 10.- pro Photo nach der 5ten. Aufnahme), jede Bitte um einen Gesang, eine Tanzvorstellung, eine Essens- oder Getraenkeprobe, eine kurze Filmaufnahme, eigentlich jegliche Anfrage wird moeglichst in eine wirtschaftliche Einnahme verwandelt und die Zahlungseintreibung kann in strengen und fast schon unfreundlichen Inkassovorgehen enden.
  • Es kann passieren, dass eine vorab getroffene Verhandlung einige Minuten spaeter nicht mehr respektiert wird; der Besucher sollte jeglich verhandelte Dienstleistungen oder gekauftes Produkt mit sofortiger Wirkung verlangen und den dafuer verhandelten Preis sofort leisten, um hernach nicht in unangenehme Inkassosituationen verwickelt zu werden.
  • Der Einkauf von typischen "Marubo" und "Mayoruna" Handarbeiten, Kunstgegenstaenden oder Sonstige kann vollzogen werden und verschiedene Preise fuer selbige Kaufprodukte, je nach Verkaeufer und/oder Kaufsinteressent, sind nicht selten.
  • Die "Marubo" und "Mayoruna" bieten dem Besucher die Moeglichkeit, einige ihrer medizinischen und rituellen Substanzen zu probieren, darunter ungefaehrliche Substanzen der beschleunigenden Art ("Rapé"), andere etwas staerkere Substanzen mit Eigenschaften in Richtung der Beruhigung und introspektiven Konversationsfoerderung ("Mambe"), weitere noch staerkere mit Eigenschaften zur Haluzination ("Ayahuascá"/"Yagé") und letztere sehr starke Substanzen welche Eigenschaften in Bereichen der abfuehrenden, bewusstseinsveraendernde bis hin zum Verlust der Besinnung tragen (Froschgifte).
  • Es ist klar, dass diese Substanzen durch die "Marubo" und "Mayoruna" im Einverstaendniss mit ihren eigenen Gesetzesglauben als eingenstaendige, ungebundene "Marubo" und "Mayoruna" Staemme angeboten werden; die Einnahme sowie Haltung dieser Substanzen ausserhalb der "Marubo" und "Mayoruna" Gemeinschaften wird durch die brasilianischen Behoerden als Gesetzesbruch betrachtet und mit schweren Strafen und legalen Vorgaengen bestraft.
  • Minderjaehrige duerfen unter keinen Umstaenden diese Substanzen probieren oder besitzen, und nur unter der Aufsicht und mit der ausdruecklichen Erlaubniss beider Elternteile koennen sie Diese unter eigener Verantwortung probieren.
  • Der Besuch zu den "Marubo" und "Mayoruna" Wohngemeinschaften, ab Abfahrt aus der Reserva Natural Palmari und bis zur Rueckkehr in das Besucherzentrum der Reserva Natural Palmari, kann zwischen 6 und 10 Stunden in Anspruch nehmen, solange alles in gewohnter Routine verlaueft.
  • Das Erreichen der "Marubo" und "Mayoruna" Wohngemeinschaften haengt von der Verfuegung der Inlandtransportmedien in Atalaia do Norte, sowie der Wetterbedingungen und der Einstellung und Erlaubniss zum Eintritt des "Marubo"und/oder "Mayoruna" Stammeshauepter bei Ankunft der Besucher bei der betreffenden "Maloka" ab.
© Copyright, 2001 Reserva Natural Palmari Ltd.