GEMEINSCHAFTSKOMUNALER BETRIEB ZUM VERKAUF VON TYPISCHEN HANDARBEITEN UND KUNSTWERKEN IM BESUCHERZENTRUM DER RESERVA NATURAL PALMARI FÜR DIE MARUBO, MAYORUNA, MATIZ, KANAMARI, KURINA & KORUBO EINGEBORENEN-GEMEINSCHAFEN DER JAVARI, ITAQUAÍ, ITUÍ & QUIXITO FLUSSTÄLER, SOWIE FÜR DIE SAN PEDRO DEL NORTE, PALMARI, PIRAPITINGA, ASAIZAL & JABURÚ “CABOCLO” GEMEISCHAFTEN DES JAVARI FLUSSTALES
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Innerhalb der konstanten Tätigkeiten der Reserva Natural Palmari in Bezug auf den Erhalt und die Förderung der Kultur und die Traditionen der benachbarten Eingeborenen und “caboclo” Einsiedlergemeinschaften, wurde der Bau eines gemeinschaftskommunalen Betriebs vorgeschlagen, dessen hauptsächlicher Zweck dem Verkauf von originalen, ortstypischen Handarbeiten und Kunstwerken dient, um dadurch eine neue Arbeitsquelle und Einkommensstruktur zu gestalten, welche dadurch die familiären Einkommen erhöht und wiederum die umweltschädigenden Taetigkeiten reduziert. Diese Produkte für den bisherigen Markt zu erstellen, dorthin zu transportieren und verkaufen bedeutet für diese Wohngemeinschaften sich fast unüberwindlichen Entfernungen und unbekannten Marktbedingungen zu stellen. Zu Beginn wurde vorgeschlagen diesen gemeinschaftskommunalen Betrieb zwischen die Palmari und San Pedro del Norte Gemeinschaften, auf “neutralen” Boden, neben einem Wanderpfad, welcher von fase jedem Besucher der Reserva Natural Palmari begangen wird, zu erstellen, sowie dass Projekt wirtschaftlich und logistisch mit dem gesamten Baumaterial und Betriebsgerätschaften seitens der Reserva Natural Palmari bis zur Fertigstellung und Inbetriebsgabe, zu finanzieren. Trotzdem, und obwohl einige Bewohner der Einsiedlergemeinschaften, sowie sämtliche der Eingeborenen-Gemeinschaften das Projekt unterstützten, erhielt der Vorschlag nicht den benötigten Rückhalt, da die internen Streitigkeiten, die abweisende Haltung der Einsiedler gegenüber den Eingeborenen, sowie die Unfähigkeit der leitführenden Personen der Palmari und San Pedro Einsiedlergemeinschaften einen positiven Konsens und Unterstützung des Projektes nicht zustande brachten. Dadurch und nach fast zwei-jähriger Beobachtung dieser Lethargie entschied die Reserva Natural Palmari die an dem gemeinschaftskomunalem Betrieb interessierten Einsiedlerfamilien und Eingeborenengemeinschaften autonom zu unterstützen, dass Projekt selbst durch die logistische und finanzielle Unterstützung der Reserva Natural Palmari mit sämtlichem Baumaterial und Betriebsgerätschaften zu versehen, den Betrieb innerhalb des Besucherzentrums in der Reserva Natural Palmari zu erstellen und zuzüglich als Wächter für die faire Verteilung und Kontrolle zur korrekten Buchführung in Bezug auf die produktbeisteuernden Familien und Gemeinschaften zu walten. Gegen Ende Oktober 2.007 und seit dem, ist dieser gemeinschaftskommunaler Betrieb eine Realität, die wirtschaftlichen Ergebnisse sind erstaunlich postiv, die Reserva Natural Palmari hat in Selbstkosten das benötigte Personal für die Bedienung der Kaufgäste zur freien Verfügung gestellt und die Produkte verkaufen sich ohne jegliche Gewinnmarge für die Reserva Natural Palmari doch zu dem von dem betreffenden Hersteller verlangtem Preis plus einem geringen Zuschlag, welcher als Lockmittel für neue produktherstellende Familien und Eingeborene dienen soll.
Heute wächst der gemeinschaftskommunale Betrieb stetig und vertreibt exklusive und originelle Artikel der gesamten Region, welche weder in Leticia und/oder Tabatinga, noch in der restlichen Welt zu erhalten sind, darunter “Mochila-Taschen”, Armbänder, Haengematten und Tragbänder von “Marubo”, “Mayoruna” und “Matiz” Eingeborenen aus “chambira” oder “cumare” Palmenfasern erstellt, Tier-, Frucht-, Gefäss- und andere Schnitzereien aus verschiedenen Werthölzern gefertigt, Bögen aus “chontaduro”, “pona barriguda” oder “bacaba” Holz, Pfeile und Lanzen aus “isana” mit Spitzen aus Hartholz, Blasrohre aus verschiedenen Naturmaterialien über “pona” Holz gezogen und mit “yare” Harz gefestigt, verzierte Ruder aus “costillo” oder “remocaspi” Holz, Halsketten, Armbänder aus Schneckengehäusen, “chambira” Nüsse, Fischschuppen, Affenzähne, Schlangen- und ““mata-caimán” Welsknochen, Ohrringe aus Nobelhölzern, Bambus, Hülsen- und Hartfrüchte unter vielen anderen, alles originale Handwerksarbeiten und Kunstwerke vollkommen ortstümlicher Herkunft; ganz im Gegenteil zum Grossteil der in Leticia oder Tabatinga und Umgebung verkauften Gegenstände, welche maschinell in Serie hergestellt werden. Sowie die benachbarten “caboclo” Einsiedlerfamilien, wie auch die Eingeborenenfamilien, welche meist viele Tage reisen müssen um ihre Produkte einzureichen und hernach im Besucherzentrum der Reserva Natural Palmari ausruhen, wie auch die Gäste und auch die Reserva Natural Palmari profirieren von dem Project rundum: die ersten Zwei erhalten ein zusätzliches Einkommen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität, entwickeln neue Freundschaftsbeziehungen, langsam schwindet auch das negative und falsche Vorurteil gegenüber den Eingeborenen und weiterreichend lernen sie von dem Lebenstil und Wesensart unserer Gäste, von welchen sie meist auch noch Geschenke und Stiftungen in Form von Waesche, Schuhen und anderen nützlichen Gegenständen erhalten; die Dritten erhalten zu fast unverschämt billigen Preisen echte, originelle Artikel, oft direkt aus der Hand der betreffenden Kunst- und Handwerker in Verbindung mit Erläuterungen über ihre Herstellung, spezifische Nutzung und geistliche Mythologie; und die Reserva Natural Palmari kommt ihrem Hauptziel einige Schritte näher: Durch gemeinschaftliche Anstrengungen den Erhalt der natürlichen erneuerbaren Resourcen nachhaltig zu gewährleisten, dadurch auch die Umwelt mit ihren Tieren und Pflanzen zu schützen, sowie den darin lebenden Menschen die Lebensqualitaet im Rahmen ihrer Kultur durch Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen zu verbessern. |